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Roman F. Hümbs
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Bilddaten archivieren

Im Zeitalter der immer schneller fortschreitenden Technik und auch für uns FotografenInnen ist die digitale Nachbearbeitung nicht mehr wegzudenken. Doch da taucht ein Problem auf:

Wohin mit den Bild Dateien?

Eine CD bietet sich an. Ein einfacher Weg ist es, sich eine Foto CD erstellen zu lassen aus dem Hause Kodak. Für knapp 52,-- Euro lassen sich 100 Dias oder Negative (nicht gemischt) auf eine Scheibe brennen. Dafür erhält man als Gegenleistung eine sehr gute Qualität, die Bilder sind in fünf Formaten vorliegend. Die kleinste ist mit 128X192 als Vorschau geeignet, die größte mit 2048X3072 reicht für Fotodrucke bis 30X45 cm.

Bequem ist es allemal. Man kann auch weniger als 100 einschicken; das jedoch verteuert das ganze dann jedesmal um die neue Bearbeitungsgebühr. Das hängt von dem eigenen Verhalten ab, wieviel man fotografiert und in welchem Zeitraum.

Mehr dazu unter: www.kodak.de und unter: www.photocd.de.

Dort finden Sie die ausführlichen Spezifikationen (120 Seiten) des FPF Formats als PDF Datei auf der Download Seite und auch eine leicht verständliche und reich bebilderte Erklärung von FP und Foto CD. Daneben gibt es auch
Informationen über das kostenlose FP-IM-Port/Export plugin für Photoshop und kompatible, sowie Erläuterungen zum Abgleich ihrer Geräte, nicht nur interessant für Profis!

Wichtig in diesem Zusammenhang auch: www.w3org.graphics/srgb.html , hier gibt es Details zum RGB-Farbraum.

Bei www.digitalimaging.org gibt es eine Auflistung von über 100 Softwareprogrammen, die FlashPix Daten verarbeiten.

Als Alternative dazu bietet sichan, sich seine Bilder selbst auf eine CD zu brennen. Das setzt jedoch dann n einen Scanner voraus, bei Verwendung der analogen Fotografie oder eine digitale Kamera, mit der die Bilder direkt als Bilddatei vorliegen. Ferner sollten die Geräte untereinander abgeglichen sein, mit dem angelegten ICC Profil; denn dann ist später das sichtbare Bild am Monitor identisch mit dem Druckergebnis.

Beim Scannen muß man darauf achten, um zusätzliche Arbeit zu vermeiden, dass in der besten Auflösung gescannt wird. Auch sind Fussel etc. sorgfältig zu beseitigen, denn die hier eigesetzten Softwarelösungen (Störungsentfernung) sind ungeeignet, denn sie bringen einfach nur Unschärfe in das Bild. Nach dem Scan stellt sich die Frage, welches Dateiformat wähle ich. Auf jeden Fall eines, welches keine Komprimierung aufweist. Das TIF(F) (Tagged Image File Format) oder auch das BMP-Format bietet sich hier an, diese beiden Formate sind von jedem Bildbearbeitungsprogramm zu lesen. Je nach gewählter Auflösung des Scanners liegen die Bilddateien dabei schnell in Größenordnungen von 30-80 MB vor. Bei dieser Dateigröße muß man sich vorher überlegen, ob es eine CD ROM werden soll, beispielsweise zu Versenden oder aber zur reinen Archivierung und/oder zur Weiterverarbeitung.

Beim Einsatz digitaler Kameras die mittlerweile zwar schon eine sehr gute Auflösung bieten, besteht das Problem, dass das vorhandene Speichermedium an den Kameras recht klein ausgelegt ist. Einzig die Datenscheibe aus dem Hause IBM verfügt mit ihren 1GB über ein Verhältnis, was brauchbar ist, und somit auch Dateien im TIF Format gespeichert werden könnten. Man kann nur hoffen, das weitere Hersteller der digitalen Kameras eine Lösung schaffen, diese Festplatte in Daumennagelgröße anzuschließen. Die üblicherweise zu verwendbaren Karten sind einfach zu unökonomisch.

Für die Archivierung sind TIFF oder BMP-Dateien oft zu groß, auch um Bilder per CD ROM anderen vorzustellen. Dann sollte man das JPG-Format wählen, was zwar eine Komprimierung enthält, das Bild von der Dateigröße aber wesentlich schrumpfen lässt, auch in der kleinsten gewählten Einstellung (Komprimierung=Keine). Eine Pixellänge von 1024X768 ist dann ebenfalls ausreichend. Auch lassen sich davon immer noch Prints herstellen, die einem Foto ebenbürtig sind, ohne sichtbare Verluste.

Möchte man hingegen seine Bilder weiterverarbeiten, so bietet es sich an, direkt in dem Programmeigenen Dateiverfahren zu speichern. Das wiederum hat den Vorteil, das der letzte gespeicherte Inhalt mit allen Schritten abgespeichert wird. Gerade bei Arbeiten mit der Maskentechnik eine große Erleichterung. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, das diese Dateiformate nicht mehr kompatibel sind zu anderen Programmen. Nur einige wenige sind untereinander austauschbar, und dann auch nicht immer mit allen Arbeitsschritten. Ein weiterer Nachteil ist der große Speicherbedarf dieser Dateikennung. Der Vorteil hier liegt, wie Eingangs besprochen, einzig in der reinen internenVerarbeitung.

Nach dem erwähnten Gedankengang gibt es weitere Alternativen Bilder zu archivieren: Wechselmedien aller Art bieten sich somit an, auch ZIP Laufwerke.
Eines haben alle gemeinsam: für die Ewigkeit ist das all nicht. Es kommt der Tag, an dem wir all unsere CD'S auf DVD umbrennen werden, auch nicht zum Nachteil. Denn welcher Film hält schon ewig.

Bei den CD Rohlingen gibt es ebenfalls Unterschiede, auch in puncto Haltbarkeit. So hält die "goldene" am längsten, mit einer Lebensdauer bis zu 100 Jahren. Die einfachen dagegen, (blaue) halten "nur" 20 Jahre. Der geringfügige Preisunterschied spricht für die "goldene" Scheibe und auch was die Sicherheit der Daten angeht. A propos Daten: viel wird spekuliert darüber, wann und wie lösen sich Daten auf. Sorgsamer Umgang vorausgesetzt, passiert den Scheiben sehr wenig. Man sollte den CD-Roms keinerlei mechanischer Beschädigung aussetzten, auch ist von einer Beschriftung abzusehen, oder von Aufklebern. Das gehört auf die Hülle! Kratzer auf der Leseseite lassen sich zum Teil reparieren, Kratzer auf der Spiegelseite meistens nicht!

Sie meinen, warum all dieser Aufwand? Gibt es denn nicht weitere Möglichkeiten? Es gibt sie. Man kann seine Daten natürlich auch auf Festplatten lagern, Wechselrahmen machen ein übriges. Ist aber nicht so handlich auf Dauer. Auch kann man von den heutigen Monitoren auch sein neues Werk wieder abfotografieren, siehe hierzu gesonderten Beitrag.

© Roman F. Hümbs

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